Zeit für ein Grundeinkommen

Aktualisiert: Apr 24

Es geht ums Überleben der Menschen, nicht ums Überleben der Finanzadeligen. Bei jenen nunmehr klopfen die Regierungen an, um die Wirtschaft am Laufen zu halten, indem sie Soforthilfen zahlen und die KfW bemühen, Kredite für Unternehmen bereit zu stellen.

Da beschleicht einen doch der Gedanke, weil die Kosten der Krise derzeit durch Kredite finanziert werden, diese letztendlich durch Arbeit zurückgezahlt werden müssen! Da beschleicht einen doch weiterhin die Frage, wer sind die Gläubiger, an die diese enormen Kredite incl. Zinsen zurück zu zahlen sind? Es dürften wohl, aufgrund des bestehenden Finanz- und Geldsysteme, in erster Linie nur sehr wenige sein, die wir als Finanzmacht erkennen und diese mit ihren Akteuren und Protagonisten die wahren Herrscher auf dem Globus sind. Insoweit kann auch kein Volkswirt hier widersprechen!


Die Betroffenen der Katastrophe sind gleichermaßen alle Menschen, egal ob auf der Angestellten- oder Unternehmerseite und ebenso auf der Seite der Finanzmacht. Nur werden den Finanzmächten als Kreditgeber ihre Gelder eines Tages incl. Zinszahlungen wie eh und je zurückgezahlt werden müssen! Es stellt sich doch nunmehr die ernsthafte Frage, wodurch die relativ Wenigen an diese Unsummen an Geld gekommen sind. Richtig - und zwar überwiegend durch die leistungslosen Einkünfte aus Zinsen und Zinseszinsen - auch wenn der Zinssatz in letzter Zeit realativ niedrig war. Sobald allerdings die Wirtschaft wieder anspringt, werden trotzdem - aufgrund des enormen Steuerausfalls - und weiterhin steigender Kreditnachfrage durch die Länder und insbesondere durch die Wirtschaftsteilnehmer, die Zinsen wieder steigen. Fazit: So oder so, werden die Finanzgewaltigen wiederum auch durch Zinseinnahmen und überwiegend durch den Zinseszinseffekt immer reicher und die Armen leider immer zahlreicher.


Wenn nun aber der Staat erstmals allen(!) Bürgern und zwar vom Baby bis zum Greis, die die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen und ihren Hauptsitz in Deutschland haben, ein bedingsloses, monatliches, steuerfreies Grundeinkommen zahlen würde, welches ihnen ermöglicht, mehr oder weniger sorgenfrei durchs Leben zu gehen, würde von diesen Geldern sehr schnell und sehr viel in den Konsum und Anschaffungen gehen, was der Wirtschaft zu Gute kommt und so die Unternehmungen wieder schneller Erlöse erwirtschaften und so ihre Mitarbeiter bezahlen könnten, ohne größere Kredite aufnehmen zu müssen. Das ändert aber nichts an der Tatsacche, daß der Staat seine eh schon enormen Schulden von über 2 Billionen EUR, zunächst weiterhin erhöhen müsste und dies bedeutet letztendlich, dass diese Schulden an die Gläubiger irgendwann zurückgezahlt werden müssen.


Weil wir aber alle der Staat sind, trifft es uns auch alle und sollte dieses zu befürchtende Szenario eines Tages tatsächlich eintreten, dann werden die Bankkonten der Bürger durch den Staat sowie mehr oder weniger "geplündert" und die Immobilien mit Zwangshypotheken belegt! Und wer bekommt dieses Geld - richtig! Die Kreditgeber, sprich die Gläubiger! Und was hat sich gegenüber der anderen Variante geändert? Richtig - so gut wie nichts! Wenn allerdings neben einer dringend notwendigen Geldreform ebenfalls eine ebenso dringend notwendige Bodenreform eingeführt würde, dann gibt es auch in diesem Segment keine leistungslosen Einkünfte mehr für nur relativ Wenige und damit ließe sich das bedingsloste Einkommen für Jedermann(!) locker finanzieren. Es würde aber den Rahmen dieser Ausarbeitung sprengen, wenn man hier auch noch auf die Details eingehen würde.


Fazit: Wir können es drehen und wenden wie wir wollen, ein langfristiges, friedliches und damit leistungsgerechtes Miteinander kann es nur geben, wenn man das bestehende Geld- und Bodensystem so reformiert, dass die Zinsen eines Tages und zwar bei stabilem Geldwert, sich um die Nullmarke einpendeln und der Bodenmehrwert allen zugute käme. Das wäre jedoch - wie der allseits bekannte englische Nationalökonom John Maynard Keynes (1883 - 1946) einmal treffend schrieb - ich zitiere sinngemäß: "....das wäre der sanfte Tod der Kapitalrentner!" Noch Fragen?

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