Corona Clustermanagement

Aktualisiert: Apr 13

Vorbeugung durch Isolation und Clusterbildung

Soziale Isolation, wie etwa Ausgangssperren, ist das letzte und konsequenteste Mittel, wie andernorts  ja auch von Amts wegen schon angeordnet, aber auch wegen ärztlicher Anweisung oder aus eigener Entscheidung.


Man geht sich sprichwörtlich in gebührendem Maße aus dem Weg und vermeidet gleichermaßen soziale Kontakte, gemeint ist in letzter Konsequenz die Vermeidung körperlicher Nähe.

Einerseits bleibt man zu Hause, oder man bewegt sich unter Beachtung der allgemeinen Handlungsempfehlungen wie Anstand halten, Händewaschen, Desinfektion, etc., möglichst alleine zwischen möglichst kleinen Gruppen (Cluster), etwa zum Einkaufen, zu Bankbesuchen, zum Tanken, zum Verwandtenbesuch, um zur Arbeit zu gehen oder zum Arzt.


Fakt ist, dass die Situation eine extreme Aufmerksamkeit und Disziplin erfordert und auch umgesetzt werden muss. Insofern man dieses Clustern entsprechend strukturieren und für seine Sicherheit und die anderer nutzen kann.


Obligatorisch ist das sogenannte

Vitruvianische Haltung

Abstandhalten, gemeint ist der persönliche Rückzug auf den minimalsten Funktionsraum (Cluster) und den Schutz desselben. Die vitruvianischen Haltung versinnbildlicht durch den Klafter eine vorbildliche Distanz zum Nächsten. Größer als eine Familie, sollte ein Cluster nicht sein.


Man stelle sich folgendes Clustermodell vor:


Man kann einen Cluster nach verschiedenen Parametern kategorisieren und benennen,

  • permanent, Aufenthalt als Person mit minimalstem Funktionsraum in einem Zimmer, einer Wohnung, einem Hausflur, einem Gebäude, einer Siedlung, eine Kommune, etc.

  • dynamisch, Wechsel und Aufenthalt an einem Arbeitsplatz, einer Kindergartengruppe, einer Übungsgruppe, einer Sportgruppe, einer Hausaufgabengruppe, einer Pflegeabteilung, einem Büroteam, einer Arbeitskolonne, einer Turngruppe, etc.,

  • temporär, Wechsel und Aufenthalt in einer Siedlung, einer Ortschaft, einer Gruppe beim Supermarkt, an Tafeln, im Bus oder im Zug, etc..

  • soziologisch, Wechsel und Aufenthalt in Bereichen der Freizeit, Kommunikation, Konfliktentstehung und -bewältigung, etc.

  • risikokritisch, Wechsel und Aufenthalt in Bereichen wo Infektionsrisiko offensichtlich ist

  • geografisch, wie Kommunen, Städte, Landkreise, Bundesländer, Länder, etc. wo Gebiete für Ausgangsperren, Versammlungsverbote, etc. bestehen.

  • etc.


Möglichkeiten der Auswertungen und Maßnahmen :

  • Man könnte Personen in einem Cluster identifizieren und ggf. isolieren.

  • Man könnte Bewegungsprofile (Zeit und Ort) der Cluster erstellen und der jeweils beteiligten Personen für den Fall der Fälle rekonstruieren.

  • Man könnte infizierte und nicht infizierte Cluster eindeutiger identifizieren (auch Überlagerungen).

  • Man könnte einen Cluster gemeinsam schützen und infektionsfrei halten.

  • Man könnte Schwarminfektionen verhindern und steuern

  • Man kann gezielt räumlich und zeitlich Maßnahmen ergreifen

  • etc.


Leider versäumen die Verantwortlichen bis dato, ein virtuelles Infektionskataster im Sinne eines Clustermanagements analog etwa wie Staumeldung bei Google Maps (Telematik) so anzulegen, dass sich die Bevölkerung situativ orientieren kann.


Überregional, regional oder örtlich verantwortliche Institutionen (wie z. B. Schulen, Kita, Kirchen oder Vereine) könnten die Cluster individuell definieren, erheben, identifizieren, analysieren, kontrollieren und disponieren (Risikomanagement).


Auch könnte man sich in einem oder mehreren Clustern registrieren und sich die Umgebung anzeigen lassen, um örtlich relevante Entscheidungen auch selbst treffen zu können.


Insofern ist es zunächst geboten, sich innerhalb eines Familiencluster und sich nur bei Notwendigkeit oder im Zuge der Öffnung zwischen möglichst wenig kleinen Clustern zu bewegen. Behelfsweise beobachtet man seine eigenen Bewegungsprofile.


Technisch wäre ein eigenes Bewegungsprofil in Verbindung mit Google App Standortverlauf möglich. Durch die Auswertung der eigenen Bewegungsprofile entstünde mehr Bewusstsein für die Bedrohungslage. Für den Fall der Fälle einer Infektion kann dann auch jede/r Einzelne ein Rückschluss auf die eigene Situation und der in den Clustern beteiligten Personen treffen.

So schärfen Sie Ihr Gefühl für die Ansteckungsgefahr.

Hauptsache Händewaschen und Abstand halten.

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