Vereinsreisen & Freizeit

Vereins- und Gruppenreisen


Der Zweck eines Vereins bestimmt nicht alleine das Vereinsleben. Das Verfolgen der vereinbarten Ziele, das Engagement einzelner oder der Gruppe, das gemeinsame Erleben und vieles mehr macht die Qualität des Vereinslebens aus.  Der gesellschaftliche Aspekt ist somit auch eine der tragenden Säulen des Zusammenseins in Vereinen.

Dazu gehört auch das gemeinsame Verreisen, sei es zum Vergnügen, zur Erholung, zum Lernen oder zum Gedankenaustausch. 

Der bdvv rät, sich zunächst einmal über die Fallstricke zu ionformieren, bevor Sie sich als Reiseveranstalter betätigen. Der kooperiert mit Anbietern der Touristik und Reisebranche und berät in Fragen der Gestaltung, Planung, Durchführung und Haftung von Vereinreisen.

 

Wussten Sie:

  • dass es sich  bei einer Teilnahme von Nicht-Vereinsmitgliedern (Freunde, Bekannte, Ehefrau usw.) an einer Vereinsreise bereits um eine klassische Pauschalreise handelt, die nach dem deutschen Reisevertragsrecht behandelt wird?
  • dass, wenn die Reise nicht dem Satzungszweck entspricht (weil z.B. Stadtrundfahrten oder Veranstaltungen enthalten sind), Ihnen eine gewerbliche Tätigkeit vorgeworfen und die Steuerbegünstigung des Vereins verloren gehen kann?
  • dass der Reisepreis  bei einer selbst organisierten Reise erst nach Abschluss der Reise den Reiseteilnehmern abverlangt werden darf?

Sie sehen also, wie schnell Sie selbst zum Reiseveranstalter werden, ohne sich darüber im Klaren zu sein, dass Sie dazu verpflichtet sind, eine Insolvenzversicherung zugunsten der Teilnehmer abzuschließen und den sog. Sicherungsschein den Reiseteilnehmern auszuhändigen haben.  

Verein als Reiseveranstalter

Es ist davon auszugehen, dass ein großer Anteil an Vereinsreisen „schwarz“ durchgeführt wird und somit nicht im Einklang mit der Gesetzeslage und den damit verbundenen Anforderungen an die Umstände der Reise steht. Es ist zu vermuten, dass dabei viele Organisatoren nicht vorsätzlich, sondern fahrlässig handeln und dabei unvorhergesehene rechtliche Konsequenzen riskieren. Vereinsmitglied in einem der ca. 600.000 Vereine in Deutschland sollten also darauf achten, dass Sie entweder einen Reisepreissicherungsschein von Ihrem Vereinsorganisator erhalten oder aber erst nach Beendigung der Reise bezahlen.

 

Ihr Vorteil in der Kooperation mit einem Reiseveranstalter ist die enorme Entlastung Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit. Da der Gesetzgeber nur einen ganz kleinen Spielraum für eigenveranstaltete Reisen lässt, ist ein zuverlässiger Partner an Ihrer Seite in der Vorbereitung heutzutage wichtiger denn je. Statt „Schwarzfahrer mit Haftungsrisiken“ werden Sie zum „Kunden mit Full-Service-Paket“  – zu Ihrem Nutzen und des gesamten Vereins Ablauf der Reise. 

Haftungsrisiken - Vereinsfahrten


Wir wissen aufgrund jahrelanger Erfahrungen mit Vereins- und Gruppenreiseveranstaltern um die Bedürfnisse der Vereinsgruppen und wissen, worauf es ankommt. Es gibt zahlreiche Organisatoren in Vereinen, die ihre Reisen vereinsintern und ohne die Kooperation mit einem auf diesem Gebiet spezialisierten Reiseveranstalter organisieren. Dies gilt freilich nicht nur für eine Vereinsreise, sondern analog für eine Rundreise, Bildungsreise, Jugendreise, Studienreise oder Schulfahrt. Reisen also, die man gemeinhin als Gruppenreisen bezeichnet.

 

Hierbei ist den gemeinnützigen Organisationen oftmals nicht bewusst, dass ihre Tätigkeit als Reiseveranstalter interpretiert wird und gesetzlich klar geregelt ist (vgl. Reisevertragsrecht, §651a ff BGB). Viele solcher Veranstalter setzen sich großen Haftungsrisiken aus und riskieren Bußgelder bis hin  zum Verlust der Gemeinnützigkeit. 

Hartmut Sagehorn | Referat VereinsReisen und Freizeit


Mitglied des bdvv-Beirates | Referat Reisen und Freizeit 

 

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Korrektur gelesen von www.vereinsreisen.com