· 

Welche Versicherungen braucht ein Verein?

Zwei Versicherungen sind für Vereine sehr wichtig. „Die Absicherung der Helfer und des Vorstandes bei ihren Arbeiten für den Verein sowie eine Haftpflichtversicherung , die bei Personen- und Sachschäden gegenüber anderen Personen eintritt, sollte jeder Verein abschließen“, erklärt René Hissler, bdvv-Vorstand und Referatsleiter Vereinsberatung/Versicherung.

 

1.      Absicherung der Helfer und des Vorstandes

Alle „beauftragte“ Personen sind, unabhängig einer Mitgliedschaft,  gesetzlich gegen die Folgen von Arbeits- und Wegeunfällen abgesichert (Grundlage: Sozialgesetzbuch 7 § 2). Eine Beitragserhebung erfolgt nicht, eine Anmeldung entfällt.

Der „gewählte“ Vorstand muss angemeldet werden, um diesen Versicherungsschutz zu erhalten. Kosten pro gewählter Person (ohne Namensnennung): 3,40 € im Jahr!

Sollte die Berufsgenossenschaft nicht zuständig sein, so hat das Bundesland Hessen eine „pauschale Unfallversicherung“ für die ehrenamtlich Aktiven abgeschlossen. Weitere Informationen:  www.gemeinsam-aktiv.de/ratgeber-und-fortbildung.

 

2.     Vereinshaftpflichtversicherung

Fast alle Versicherungen bieten umfassende Vereinshaftpflichtversicherungen an. Die Beiträge richten sich meistens nach der Zahl Mitglieder und beginnen bei 150 € im Jahr. René Hissler empfiehlt: „Erkundigen Sie vor Ort bei einer selbstständigen Versicherungsagentur.  Eine persönliche Betreuung ist immer sinnvoll.“

 

3.     Weitere Versicherungsmöglichkeiten

Eine Vermögensschadenhaftpflicht  greift, wenn der Vorstand einen Geldverlust verursacht, z.B. durch zu spät gestellte Anträge, Datenschutzverletzungen, Nachberechnungen von Sozialversicherungen, Aberkennung der Gemeinnützigkeit usw. (Kosten ab 250 € im Jahr). Wenn sozialversicherungspflichtige Mitarbeiter beschäftigt werden, ist eine Rechtsschutzversicherung zu empfehlen. Wenn der Verein eigene Fahrzeuge besitzt, ist eine Verkehrsrechtsschutz sinnvoll (Kosten ab 250 € im Jahr).

Kommentar schreiben

Kommentare: 0