Freizeit und Reisen

Organisation von Gruppenreisen

Zum Thema Gruppen- und Vereinsreisen gibt der bdvv wertvolle Tipps und Anregungen,
wenn Vereine bzw. Vereinsvorstände oder -mitglieder selbst als Reiseveranstalter auftreten wollen.

Reiseveranstalter oder Reisevermittler?

Das bdvv-Referat Freizeit und Reisen  informiert:

Sie organisieren jährlich Ausflüge, Betriebsfeste und Reisen mit Ihrer Gruppe, mit Ihrem Verein oder auch mit Ihren Freunden..... Das sollte auch so bleiben!

Aber... haben Sie wirklich alles bedacht, alle Risiken erfasst und sind Sie auch persönlich abgesichert? Jede Reise beruht auf vielen rechtlichen Grundlagen. Wer übernimmt die Verantwortung für Reiseroute, Unterkunft, Reiseleitung, Formalitäten, etc.?

Bei der Vorbereitung einer Reise muss bereits daran gedacht werden, wie die vielfältigen Gefahren und Risiken für Reiseteilnehmer, Organisatoren und Reiseleiter abgesichert werden können. Zu beachten ist dabei die Gesetzesgebung (§ 651 K BGB), die vorschreibt, dass die Veranstalter von Reisen ihre Reiseteilnehmer auch gegen Insolvenzen absichern müssen. Dieses Gesetz gilt nicht nur für kommerziell tätige Reiseunternehmen bzw. Reisebüros, sondern auch für die Gruppenveranstalter, Vereine und Verbände.

Reiseveranstalter ist nach dem Wortlaut des Gesetzes derjenige, der mindestens zwei Einzelleistungen der Reise zu einem Gesamtpreis zusammenfasst (z.B. den Reisebus und die Unterkunft). Unabhängig von der Gesetzesregelung ist den Personen, die eine Reise organisieren, oft nicht bekannt, dass sie als Veranstalter sehr strengen gesetzlichen Regelungen unterliegen, die neben der Absicherung des Insolvenzrisikos (Ausgabe von Sicherungsscheinen) den Abschluss einer besonderen Haftpflichtversicherung mit hohen Deckungssummen erforderlich machen. Bei einer Nichtbeachtung dieser Vorschriften können auch Geldstrafen verhängt werden.

Der Vereinsorganisator ist also Reiseveranstalter , wenn er mehrere Reiseleistungen in einem Angebotspaket gebündelt zu einem Gesamtpreis anbietet und die Gesamtheit der Reiseleistungen in eigener Verantwortung und für eigene Rechnung organisiert, anbietet, durchführt und somit Vertragspartner eines Kunden ist.

Die Haftung kann durch entsprechende Hinweise minimiert werden - ein Haftungsausschluss ist gesetzwidrig und gilt nicht. Beispiele der Haftungsbegrenzung: "Teilnahme auf eigene Gefahr, der Veranstalter haftet, soweit gesetzlich zulässig nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz".

Gesetze zum Reisevertragsrecht

Die jeweiligen Industrie- und Handelskammern (IHK) geben Informationsbroschüren mit den Gesetzestexten aus und informieren, wenn Sie die Tätigkeit als Reiseveranstalter anmelden möchten.
 
Unser Tipp lautet: Vermitteln Sie lediglich Ihre Vereins- oder Gruppenreisen und buchen Sie über einen Reiseveranstalter!

Reisevermittler ist, wer lediglich Reiseleistungen im fremden Namen und auf fremde Rechnung vermittelt. Der vermittelte Vertrag kommt nur zwischen dem Kunden und dem Anbieter der vermittelten Leistung (Flug, Bus, Hotel) zustande. Die Vertragsabwicklung und die Abwicklung evtl. Leistungsstörungen erfolgen zwischen den Vertragspartnern.

Zwischen Reisevermittler und Kunden kommt ein Geschäftsbesorgungsvertrag zustande:
Der Vermittler schuldet den fachgerechten Abschluss des vermittelten Vertrages (z. B. Beherbergungsvertrag) und hat insoweit nur Beratungs- und Informationspflichten.

Die Vermittlertätigkeit sollte aus dem Schriftverkehr hervorgehen. Besonders aus

Zu Ihrer freien Verfügung haben wir Ihnen weitere umfassende Fachinformationen beigefügt.
 
Wir wünschen Ihnen allzeit gute und professionell abgewickelte Reisen!

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